English



Volkswagen Abgasskandal

Im September 2015 stellte die Umweltschutzbehörde der Vereinigten Staaten (United States Environmental Protection Agency) fest, dass Volkswagen sog. „clean diesel“-Pkw mit einer „Abschaltvorrichtung“ für die Manipulation von Abgaswerten ausgestattet hat. Nach den Feststellungen der Behörde veränderten diese Abschaltvorrichtungen die Einstellungen der Motoren in Testsituationen damit die Fahrzeuge Emissionstests bestehen. Nach der Testsituationen schaltete der Motor wieder auf seine gewöhnlichen Einstellungen für reale Fahrverhältnisse zurück. Tatsächlich überschritt der Stickoxidausstoß (NOx) bei realen Fahrverhältnissen die US-Emissionsgrenzwerte um das 9- bis 40-fache. VW räumte daraufhin ein, solche manipulativen Abschaltvorrichtungen weltweit in etwa 11 Millionen Fahrzeuge eingebaut zu haben.

Klageverfahren in den Vereinigten Staaten

In den Vereinigten Staaten wurden hunderte Klagen gegen VW eingereicht. Im Dezember 2015 hat ein US Gericht in San Francisco, Kalifornien, alle Klagen in Sachen Volkswagen „clean diesel“ zu einem einheitlichen Verfahren zusammengeführt, einer sog. „bezirksübergreifenden Rechtsstreitigkeit“. Am 25. Februar 2015 ordnete der zuständige US-Richter an, dass sich VW und die beteiligten amerikanischen Aufsichtsbehörden auf eine Beseitigung der Fehler bei der Abschalteinrichtung einigen sollen. Über das Zustandekommen dieser Einigung müssen sie dem Richter am 24. März 2016 Bericht erstatten. Der Richter äußerte Besorgnis über die Umweltbelastungen, die von betroffenen VW-Diesel-Pkw ausgehen und betonte, an einer schnellen Lösung interessiert zu sein. Anfang März gab VW bekannt, nicht damit zu rechnen, sich mit den Aufsichtsbehörden bis zum 24. März auf eine Fehlerbeseitigung einigen zu können. Bis zur Reparatur würden noch einige Monate vergehen.

Volkswagens Position in Europa

In den USA hat sich Volkswagen im Wege der “Kulanz“ zur Entschädigung von US-Verbrauchern in Höhe von bis zu 1000 $ pro Fahrzeug verpflichtet (500 $ als Kreditkartenguthaben und 500 $ als VW-Händler-Guthabenkarte). Seinen Europäischen Kunden verweigert Volkswagen hingegen jede Entschädigung. Statt die Täuschung und den Vertrauensmissbrauch in Europa einzuräumen, besteht VW darauf, dass es sich um rein technische Fragestellungen handele und man den Europäischen Kunden nichts schulde.

Hausfeld LLP

Die internationale Wirtschaftskanzlei Hausfeld hat den Vorstand von Volkswagen zur fairen und gerechten Behandlung der Europäischen Kunden aufgefordert. Dem Schreiben wurden zwei Gutachten beigefügt:

·   ein Wirtschaftsgutachten legt die von Europäischen Verbrauchern erlittenen Schäden dar,

·   ein Ingenieursgutachten erörtert die Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Beseitigung der Fehler und zeigt auf, dass jeder Versuch einer Anpassung der Emissionen wahrscheinlich die Fahrzeugleistung verschlechtern und / oder den Verbrauch erhöhen wird.

Das Anschreiben und die Gutachten werden in Kürze auf der Website von Hausfeld abrufbar sein. Dort befinden sich auch relevante Auszüge aus dem Protokoll der Anhörung vor dem US-Richter vom 25. Februar.

mpressum